
Als Vertreter des Marienkrankenhauses informierten Chefärztin Dr. Cornelia Lippold, Chefärztin Dr. Irmgard Luthe, Pflegedirektorin Schwester Placida und der stellvertretende Kaufmännische Direktor Stephan Stork die Mitglieder des Stadtrates und Stadtbürgermeister Herbert Baum über das breite Leistungsspektrum im medizinischen Bereich und in der Rehabilitation.
Stadtrat zum Informationsgespräch im Marienkrankenhaus
Am Marienkrankenhaus in Nassau ist man stolz auf eine Kernkompetenz, das sind Gesundheits- und Rehabilitationsleistungen für ältere Menschen. Diese Leistungen sind in der Abteilung für geriatrische Rehabilitation unter der Leitung von Chefärztin Dr. Irmgard Luthe angesiedelt. Dr.Luthe führt eine von nur sechs Spezialeinrichtungen in Rheinland-Pfalz. Doch darin erschöpft sich das medizinische Spektrum des Hauses keinesfalls. Vielmehr gibt es gleichwertig daneben eine Abteilung für Innere Medizin. Die Abteilungsleitung liegt in den Händen von Chefärztin Dr. Cornelia Lippold. Beide Abteilungen, davon konnte sich der Stadtrat jüngst in einem Gespräch mit der Krankenhausleitung überzeugen, ergänzen sich in idealer Weise. Dazu kommen ein ambulanter Pflegedienst, eine geriatrische Tagesklinik, Überwachungsbetten und die Einbindung in das Notarzt- und Rettungssystem. Eine Vielzahl weiterer Therapien rundet das Bild ab.
Dienste schaffen Lebensqualität für jedes Alter
Neben diesem breiten Medizinspektrum sehen die Chefärztinnen Dr. Lippold und Dr. Luthe die Stärken des Hauses in der individuellen Zuwendung zu dem einzelnen Patienten und in der aktivierenden Pflege. Pflegedirektorin Schwester Placida berichtet aus der täglichen Erfahrung, dass damit ein beträchtlicher Gewinn an Lebensqualität erzielt werden kann, insbesondere wenn eine Heimunterbringung oder eine teure Pflegestufe vermieden wird. Trotz des patientenfreundlichen Ansatzes werden dem Haus seit einigen Monaten von außen Probleme bereitet. Reha-Anträge werden von den Kostenträgern abgelehnt und die Patienten sind in solchen Situationen leider über ihre Rechte nicht genügend aufgeklärt. Das Stadtratsmitglied Lothar Hofmann wies darauf hin: „Wenn ein Antrag auf eine wohnortnahe Reha abgelehnt wird, dann kann der Patient Widerspruch einlegen“. Zudem hält er einen funktionierenden Präventionsansatz im Pflegegesetz für notwendig.
In einer angeregten Diskussion empfahl Stadtrat Wolfgang Schön einen engen Kontakt zwischen dem Krankenhaus und den niedergelassenen Ärzten und eine enge Verknüpfung zwischen der ambulanten Pflege und der stationären Behandlung. Rainer Pätzold erkundigte sich nach der Aufnahme von Notfällen. Die ärztliche Leitung und der stellvertretende Kaufmännische Direktor Stephan Stork konnten dazu mitteilen, dass die meisten internistischen Notfälle aufgenommen werden können. Der einliefernde Arzt entscheide in jedem Einzelfall, ob das Marienkrankenhaus oder ein anderes Krankenhaus angefahren wird.
Patienten stärker über ihre Rechte aufklären
„Bei Ihnen dreht sich alles unmittelbar um die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen“, gab Stadtbürgermeister Herbert Baum das Besondere an dem Besuch wieder. Dass dies auf hohem Niveau stattfindet, dafür bürgt neben einem Qualitätssiegel auch die große Erfahrung des ärztlichen Dienstes und die Qualifikation des Pflegepersonals. Zahlreiche Funktionsdienste von Krankengymnastik, Massage, Ergotherapie, Logopädie und physikalische Therapie stehen am Haus zur Verfügung und werden dort von ausgebildeten Fachkräften ausgeübt. Auch wird speziell eine Altentherapeutin beschäftigt. Die Modernisierung der Geräteausstattung wird in Kürze abgeschlossen sein. Dann kann das ganze internistische Spektrum für jedes Alter angeboten werden, jedoch mit einer engen Vernetzung zur benachbarten Reha-Abteilung für die älteren Patienten.
Die städtischen Vertreter und die Krankenhausvertreter verabredeten ein stärkeres Zusammenwirken bei der Information der Öffentlichkeit und der Aufklärung von Patienten über ihre Rechte.

Barbara Werder
Kaufm. Direktorin
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