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29/04/2010Qualität der Geriatrie am Marienkrankenhaus besiegelt

Audit zum dritten Mal erfolgreich bestanden – Lob für Patientensicherungssystem und Kommunikation

 

Das Marienkrankenhaus hat im dritten Jahr in Folge das Qualitätssiegel für die geriatrische Rehabilitation erhalten. „Damit greifen wir längst den Anforderungen vor, die in Zukunft von allen Rehabilitationseinrichtungen zu erfüllen sind", sagt die kaufmännische Direktorin Barbara Werder.

Die Prüfer haben sich bei dem eintägigen Audit erneut über alle Prozesse informiert, in die Arbeitsweise der Abteilungen Einblick genommen und im Gespräch mit den Mitarbeitern vor Ort erfahren, dass allen die vereinbarten Abläufe vertraut sind.

Besonders lobten die Auditoren in diesem Zusammenhang das kürzlich in Betrieb genommene Schutzsystem für demenziell veränderte Menschen: „Auch sie halten diese im gesamten Rhein-Lahn-Kreis einmalige Anlage für vorbildlich", freut sich die kaufmännische Direktorin. Dabei handelt es sich um ein System, das Alarm auslöst, wenn ein altersverwirrter bzw. desorientierter Patient das Krankenhaus unbeaufsichtigt verlässt. Den Risiko-Patienten wird dazu ein Armband angelegt, das sie nicht weiter stört und ihnen dabei größtmögliche Bewegungsfreiheit lässt.

Auch der lebendige Prozess im Sinne des Qualitätsmanagements, der sich bereits heute auf die nächste Zertifizierung hinbewegt, fand großes Lob bei den Prüfern. „Eine stets an neueste Erkenntnissen angepasste, nachhaltige Rehabilitation nutzt dem Gesundheitssystem und der Allgemeinheit", ist Barbara Werder überzeugt. Und das auch wirtschaftlich: Denn sie helfe, hohe Kosten für eine Heimunterbringung oder weitere Medikamente zu vermeiden. Oft führe eine erfolgreiche Rehabilitation dazu, dass anschließend eine niedrigere Pflegestufe erforderlich sei: „Und das Wichtigste bleibt natürlich, dass die Lebensqualität der Betroffenen steigt. Das hat aus Sicht aller Beteiligten - ob Patient, Angehöriger oder Pflegende - die höchste Priorität."

70 bis 80 Prozent der geriatrischen Reha-Patienten, die gerade einen Schlaganfall hatten, nach einem Herz- oder Hirninfarkt, einem Oberschenkelhalsbruch oder einer Lungenentzündung eingeliefert worden waren, könnten von dem Marienkrankenhaus wieder in ihr häusliches Umfeld zurückkehren. „Das ist ein stolzer Wert", unterstreicht Barbara Werder. Dies wolle die Klinik in Zukunft noch deutlicher herausstellen.

Die neue Internetseite und die neuen Informationsmaterialien seien bereits ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Auch die Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit und die Transparenz in der Kommunikation wurden deshalb von den Prüfern gelobt. „Insofern sind wir zuversichtlich, das Audit auch 2011 wieder zu bestehen", blickt die kaufmännische Direktorin schon wieder nach vorn.

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