

Das Marienkrankenhaus in Nassau hat zum zweiten Mal das Überwachungsaudit für das Qualitätssiegel Geriatrische Rehabilitation erfolgreich bestanden.
Einmal jährlich wird die Einhaltung der vorgegebenen Kriterien zum Führen des Qualitätssiegels für die geriatrischen Rehabilitationseinrichtungen in Rheinland Pfalz überprüft. Die erste Zertifizierung des Marienkrankenhauses datiert von 2005. Vor wenigen Tagen wurde das Gütesiegel nach Mitteilung der Klinik für die Dauer von drei Jahren erneut erteilt.
Es weist das Marienkrankenhaus im Verbund der Katholischen Kliniken Lahn mit der Hufeland-Klinik Bad Ems als besonders qualifiziert im Bereich der Rehabilitation älterer Patienten aus. Träger beider Krankenhäuser sind die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel.
Die Kommission nahm erneut alle Abläufe unter die Lupe. Zudem wurden offene Fragestellungen abgearbeitet und überprüft, was sich während des vergangenen Jahres weiterentwickelt hat. Dazu gehörten neue Projekte, die auf den Ergebnissen der Mitarbeiter- und Patientenbefragung basieren.
Die Auditoren lobten, dass viele dieser Maßnahmen dazu beitrügen, die Akzeptanz und Anerkennung weiter zu erhöhen. Gleichwohl bleiben Aufgaben, an denen das Krankenhaus weiter arbeiten muss. „Das zeigt uns, dass ein Qualitäts-Prozess keine einmalige, sondern eine Daueraufgabe ist: Stets bemüht, noch bessere Wege zu finden“, erläutert die neue kaufmännische Direktorin der Katholischen Kliniken Lahn gGmbH, Barbara Arend. Lobend fügt sie hinzu: „Auch in diesem Jahr konnten wir feststellen, dass sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unglaublich aktiv eingebracht und sehr engagiert haben. Sie stellen sich den Herausforderungen und identifizieren sich mit dem Qualitätsanspruch.“ Weiterhin sei zu beachten, wie wichtig die geriatrische Rehabilitation aus volkswirtschaftlicher Sicht bzw. aus dem Blickwinkel der Kostenträger ist. „Wenn geriatrische Patienten in einer gut wiederhergestellten persönlichen Situation ihre Behandlung abschließen, hilft das nicht nur dem System, sondern auch der Allgemeinheit. Hohe Kosten für Heimunterbringungen bleiben so in vielen Fällen erspart“, erklärt die Chefärztin der geriatrischen Abteilung am Marienkrankenhaus, Dr. Irmgard Luthe. Zudem würden häufig weniger Medikamente benötigt, und vielleicht seien auch nicht mehr so viele Besuche beim Arzt erforderlich. Sofern bereits die notwendige Pflege eingestuft wurde, könne sie bei vielen Patienten auf einer niedrigeren Stufe fortgeführt werden. Dadurch steige die Lebensqualität der Betroffenen.
Diese hohe Selbstständigkeit könne im Marienkrankenhaus auch bei Patienten, die einen Schlaganfall hatten, nach einem Herz- oder Hirninfarkt, einem Oberschenkelhalsbruch, Lungenentzündung und anderen Krankheiten erreicht werden, da sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in spezieller Weise um die Patienten mit derart schwerwiegendem Hintergrund kümmern. 70 bis 80 Prozent der geriatrischen Rehapatienten könnten nach dem Aufenthalt im Marienkrankenhaus wieder in ihr häusliches Umfeld zurückkehren können.

Barbara Werder
Kaufm. Direktorin
Fon 02603 92-1802
Fax 02603 92-1800