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05/05/2009Marienkrankenhaus feiert 20-jähriges Bestehen

Bewegte Geschichte – Tag der offenen Tür im September

News_090505, 20 Jahre KKL

Das Marienkrankenhaus Nassau feiert am kommenden Sonntag, 26. April,  sein 20-jähriges Bestehen. Am selben Tag im Jahr 1989 übergab der damalige Gesundheitsminister des Landes Rheinland-Pfalz, Dr. Alfred Beth, im Beisein zahlreicher Gäste das Haus offiziell an die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel. Die Ordensgemeinschaft und die Mitarbeiter nehmen das zum Anlass, auf die letzten beiden Jahrzehnte erfolgreicher Arbeit zurückzublicken und in die Zukunft zu schauen. Am Samstag, 5. September, ist ein Tag der offenen Tür geplant, an dem sich die Einrichtung im Klinikverbund mit der Hufeland-Klinik der Öffentlichkeit vorstellen will.

 

„Heute präsentiert sich das Marienkrankenhaus als moderne Einrichtung mit 35 Betten für die Akut-Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Geriatrie und weiteren 35 Betten für die geriatrischen Rehabilitation und acht tagesklinischen geriatrischen Rehabilitationsplätzen“, erläutert die kaufmännische Direktorin Barbara Arend. Der Schwerpunkt liegt also in der Behandlung älterer Patienten – „wobei wir mit unserem diagnostischen und therapeutischen Spektrum Teil der internistischen Notfall-versorgung im Einzugsgebiet sind“, so die Direktorin. Die Einrichtung behandelt rund 1.000 Akut- und 500 Rehapatienten im Jahr. Zusammen mit der Hufeland-Klinik Bad Ems bildet das Marienkrankenhaus den Klinikverbund der Katholische Kliniken Lahn gGmbH. Träger beider Häuser sind die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel. Bis 1989 befand sich das Hospital in Bad Ems.

 

Da das alte Gebäude aber nicht mehr modernen Anforderungen entsprach, hatte man 1979 einen Neubau beschlossen. Schließlich ging die Ordensgemeinschaft auf den Vorschlag der Landesregierung ein, nach Nassau umzuziehen. Die Arbeiten für den 26 Millionen DM teuren Neubau begannen im Herbst 1985. Die Kosten trugen zum großen Teil das Land, aber auch die Stadt Nassau und die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel.


 

Am 29. April 1989 zogen die Mitarbeiter und die damals rund 40 Patienten von Bad Ems nach Nassau um. „Die Patienten kamen hier dank der guten Organisation des Deutschen Roten Kreuzes im Zweiminutentakt an“, erinnert sich Schwester Maria Theresita Wolff. Sie war damals Krankenhausoberin und lebt bis heute in Nassau. Am Eingang seien die Patienten dann von ihr, Chefarzt Dr. Bernhard Moser und dem Verwaltungsleiter Werner Klatt empfangen worden, berichtet die inzwischen 86-Jährige: „Insgesamt hatte die Krankenhausleitung den Umzug hervorragend geplant. Alle Mitarbeiter trugen dazu bei, dass es so gut klappte.“

 

Der Pfarrbrief der Gemeinde St. Bonifatius hält 1989 fest: „Bei der Planung des Krankenhauses wurde bei der Außenansicht auf den Gesichtspunkt der Harmonie mit der Landschaft besonderen Wert gelegt, während für den inneren Bereich Überschaubarkeit, Kleinteiligkeit, kurze Wege und die Vermittlung (…) von Geborgenheit im Vordergrund standen.“ Wie groß das öffentliche Interesse damals war, belegte der erste Tag der offenen Tür im April 1989, zu dem über 5.000 Besucher kamen.
Am 26. April weihte der Limburger Weihbischof Gerhard Pieschl das Haus und die dazugehörige Kapelle feierlich ein. „Uns war wichtig, dass die Patienten dann schon dabei sind“, erinnert sich Schwester Monika vom Kreuz Vieth, die heutige Konventsleiterin. Sie war damals Pflegedienstleiterin.

 

Im November 2000 folgte vorübergehend die Umwandlung des Akutkrankenhauses in eine rein Geriatrische Rehabilitationsklinik. 2006 wurde das Marienkrankenhaus jedoch wieder in den Landeskrankenhausplan aufgenommen. Seitdem hat es erneut 35 Betten für die Akut-Innere Medizin, deren Chefärztin Dr. Cornelia Lippold (Foto) ist. Chefärztin der Geriatrischen Rehabilitations-Abteilung ist Dr. Irmgard Luthe.
Am Krankenhaus angesiedelt sind die Ambulanten Dienste mit dem Mobilen Menüservice. Das Marienkrankenhaus bietet ein breit gefächertes Angebot physikalischer Leistun-gen. Dazu zählen die Physikalische Therapie, Ergotherapie, ein Bewegungsbad, die Krankengymnastik und die Logopädie. „Diese Einrichtungen stehen auch für die ambulante Behandlung zur Verfügung“, betont Barbara Arend. Erst im März 2009 wurde die Geriatrische Rehabilitationsabteilung des Marienkrankenhauses zum wiederholten Male erfolgreich mit dem Qualitätssiegel geriatrische Rehabilitation Rheinland-Pfalz zertifiziert.

 

Alle Einrichtungen des Marienkrankenhauses und auch die Hufeland-Klinik in Bad Ems werden sich am 5. September der Öffentlichkeit vorstellen. Geplant sind unter anderem Diskussionsforen, Vorträge, Führungen und ein Programm für Kinder.

 

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