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Foto (von links nach rechts) (hintere Reihe): Dr. Rainer Brenke Ärztl. Direktor, Udo Rau Verbandsbürgermeister Nassau, Josef Oster Verbandsbürgermeister Bad Ems, Ludger Dabrock Geschäftsführer SMMP, (vordere Reihe) Hans-Jürgen Herbener Qualitätsmanagementbeauftragter, Barbara Werder Kaufm. Direktorin, Berny Abt Stadtbürgermeister Bad Ems, Kathrin Zink-Jokobeit ZertSozial, Sr. Placida Fennenkötter Pflegedirektorin
Die Katholischen Kliniken Lahn mit der Hufeland-Klinik Bad Ems und dem Marienkrankenhaus in Nassau haben die Zertifizierung nach der DIN-Norm erhalten. „Es gab keine Abweichungen. Das ist quasi die Bestnote“, freut sich die Kaufmännische Direktorin Barbara Werder. Für das Marienkrankenhaus, dessen geriatrische Rehabilitationsabteilung bereits seit Jahren auch das Qualitätssiegel für die geriatrische Rehabilitation trägt, ist dies sogar die zweite Bestätigung, dass dort mit hoher Qualität im Interesse der Patienten gearbeitet wird. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde konnte die Auditorin der Zertifizierungsstelle ZertSozial, Frau Zink-Jakobeit, das begehrte Zertifikat an Barbara Werder überreichen. „Die Arbeit an der Qualität der Leistung gleicht der Arbeit in einem Weinberg, der, beständig beackert und umgegraben, reichhaltigere Früchte bringt und somit zu einem Schatz wird.“ erklärte Zink-Jakobeit in ihrem Impulsvortrag. Grußworte und Glückwünsche überbrachten auch die Verbandsbürgermeister Udo Rau und Josef Oster sowie Stadtbürgermeister Berny Abt.
Grußworte und Glückwünsche überbrachten auch die Verbandsbürgermeister Udo Rau und Josef Oster sowie Stadtbürgermeister Berny Abt. Hohe Qualität und diese sichern, sind letztlich auch das Ziel für alle Einrichtungen der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel (SMMP), die sich ausnahmslos der Zertifizierung stellen, so der Geschäftsführer der Katholische Kliniken Lahn, Ludger Dabrock,. „Durch die Gesetzgebung werden Rehabilitationseinrichtungen zukünftig nur noch Bestand haben, wenn diese sich nach vorgegebenen Kriterien prüfen lassen und damit einen hohen Standard zur Behandlung der Patienten nachweisen können.“ so Ludger Dabrock. Mit dem jetzt eingeführten Qualitätsmanagement und dem hierfür erworbenen Zertifikat sind die Grundsteine für die Zukunft gelegt. „Eine Zertifizierung drückt aus, dass man sich in besonderer Weise um Qualität bemüht“, definiert Barbara Werder die Bedeutung dieser Beurteilung nach DIN EN ISO 9001:2008. „So gilt es, Verbesserungspotenziale offen zu benennen, zu zeigen, wie es noch effektiver und optimaler laufen kann und schließlich zu beweisen, dass man es geändert hat. Das verursacht einen kontinuierlichen Prozess“, so die kaufmännische Direktorin. Diesen Prozess hat der Qualitätsbeauftragte der Katholischen Kliniken Lahn, Hans-Jürgen Herbener, in den letzten Jahren begleitet und koordiniert.

Bad Ems: Bettina Hainke aus Würzburg und Begleitung
Ende Januar beteiligte sich die Katholische Kliniken Lahn gGmbH mit einem Messestand auf dem Perspektiven-Kongress für junge Ärzte in Frankfurt. An den Stand kamen viele Interessierte, die die Gelegenheit zu Gesprächen wahrnahmen.
Einen großen Beitrag für den regen Besuch an dem Messestand hatte das Preisausschreiben, das aufgrund der großzügigen Spende der Firma Jöerhns möglich wurde: Eintrittskarten zum Konzert Carmina Burana beim Klangfest in Bad Ems! Die Gäste wurden zudem zu einem Sektempfang mit dem Bürgermeister der Stadt in Häckers Kurhotel eingeladen, erhielten Freikarten für das Spielkasino und hatten die Möglichkeit, die Hufeland-Klinik zu besichtigen.

Die Krönung dann am Abend. Mit einem großartigen Sopran und weiteren Solisten, 300 Choristen und dem Jugendsinfonieorchester Leipzig, konnten die Gewinner mit mehr als 1.300 weiteren Gästen bei trockenem Wetter ein wunderbares Konzert erleben.
RZ-Thema sprach über den Einsatz von Naturheilverfahren bei Hauterkrankungen mit Experten der Hufeland-Klinik Bad Ems.
Warum spielen aus Ihrer Sicht Naturheilverfahren bei Hauterkrankungen eine große Rolle?
Bei Hauterkrankungen handelt es sich oftmals um chronische Erkrankungen. Dies erfordert aber eine oft über Jahrzehnte anhaltende Therapie. Mit der Dauer der notwendigen Behandlung steigt aber auch das Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen. Die Suche nach möglichst nebenwirkungsarmen naturheilkundlichen Alternativen bei Hauterkrankungen ist daher verständlich und berechtigt.
Bei welchen Hauterkrankungen bietet sich der Einsatz von Naturheilverfahren an?
Naturheilkundliche Maßnahmen bieten sich bei allen chronischen Hauterkrankungen an. Zugleich handelt es sich dabei um Erkrankungen, die nicht die Haut alleine sondern den ganzen Menschen betreffen. Eine deutliche Verbesserung wird man erst dann spüren, wenn man auch die Begleitumstände wie den Stoffwechsel einschließlich eines möglichen Diabetes, das Gewicht, den Umgang mit Stress und Genussmitteln, den Schlaf und andere vom Nervensystem gesteuerte Funktionen in gebührendem Umfang berücksichtigt und in einen Therapieansatz mit einbezieht. Hinzu kommt, dass die Haut in weiten Teilen ein für alle Menschen der Umgebung sichtbares Organ ist und Veränderungen daher auch seelisch stark belastend sein können. Auch das muss man bei der Therapie berücksichtigen.
Welche Naturheilverfahren kommen zur Anwendung?
Zum einen kommen je nach Befund und im Vordergrund stehenden Beschwerden alle Verfahren der Physiotherapie zum Einsatz - also zum Beispiel Bäder, Wärme und Kälte, Elektrotherapie, Reflexzonenbehandlungen, bei Gelenkbeteiligungen auch Krankengymnastik und ähnliche Verfahren. Hinzu kommen klassische Lichtbehandlungen in einer speziellen UV-Kabine. Gezielte ernährungstherapeutische Interventionen einschließlich des Heilfastens und einer Darmsanierung werden oft eingesetzt. Bei Bedarf werden Entspannungstechniken und psychologische Gespräche angeboten. Pflanzliche Mittel, manchmal auch die Akupunktur ergänzen das Spektrum. Bei schweren Verlaufsformen reicht das aber oft nicht aus. Dann tritt eine besondere naturheilkundliche Therapieform, die sogenannte Ordnungstherapie, in den Mittelpunkt der Behandlung. Hierbei werden von dem behandelnden Arzt insbesondere die Wechselwirkungen zwischen der Lebenssituation und dem Krankheitsbild betrachtet.
Heißt das, man kann auf so genannte "schulmedizinische" Ansätze verzichten?
Selbstverständlich kommen "schulmedizinische" Präparate bei uns zur Anwendung. Zum Team zählt auch eine schulmedizinisch und naturheilkundlich erfahrene Hautärztin, denn die Beurteilung einer Hauterkrankung braucht viel Wissen und Erfahrung und es ist mit der Diagnosestellung nicht getan.
Wie kommt man zu Ihnen in die Klinik? Werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen?
Zunächst einmal gehen wir von einer stationären Behandlungsbedürftigkeit aus, die in der Regel dann gegeben ist, wenn der Hausarzt beziehungsweise der behandelnde Hautarzt mit seinen Möglichkeiten nicht mehr zurecht kommt. In diesen Fällen reicht eine ganz normale Krankenhaus-Einweisung aus, eine spezielle Genehmigung durch die Krankenkasse ist nicht erforderlich. Rechtlich gesehen handelt es sich um eine übliche Krankenhausbehandlung. Die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen.
Quelle: Mit freundlicher Genehmigung übernommen von: Rhein-Zeitung, rz-thema 2/2010 vom 29.05.2010, S. 10
Zertifizierung ohne Beanstandungen erhalten – Gemeinschaftsleistung der gesamten Mitarbeiterschaft
Die Katholischen Kliniken Lahn mit der Hufeland-Klinik Bad Ems und dem Marienkrankenhaus in Nassau haben die Zertifizierung nach DIN-Norm ohne Beanstandungen erhalten. „Das ist quasi die Bestnote“, freut sich die Kaufmännische Direktorin Barbara Werder. Für das Marienkrankenhaus, dessen Reha-Abteilung auch das Qualitätssiegel für die geriatrische Rehabilitation trägt, ist die doppelt positive Bewertung nach den Kriterien verschiedener Prüfungsgesellschaften sogar ein Alleinstellungsmerkmal in weitem Umkreis.
„Eine Zertifizierung drückt aus, dass man sich in besonderer Weise um Qualität bemüht“, definiert Barbara Werder die Bedeutung dieser Beurteilung nach DIN EN ISO 9001:2008. So gelte es im Zuge des Qualitätsmanagements, Verbesserungspotenziale offen zu benennen, zu zeigen, wie es noch effektiver und optimaler laufen kann und schließlich zu beweisen, dass man es geändert hat: „Das verursacht einen kontinuierlichen Prozess“, so die kaufmännische Direktorin. Den habe der Qualitätsbeauftrage der Katholischen Kliniken Lahn, Hans-Jürgen Herbener, auf die Prüfung hin begleitet und koordiniert.

Dank an das Engagement der 300 Mitarbeiter
Der Dank von Barbara Werder gilt aber allen 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beider Häuser. „Denn die Prüfer haben gespürt, wie stark sie sich einbringen und mitgewirkt haben. Das zeichnet uns in besonderer Weise aus.“ Somit habe der Prozess während der letzten Wochen und Monate vor dem dreitägigen Audit auch dazu beigetragen, dass die Mitarbeiterschaft noch stärker zusammenwächst: „Alle haben toll mitgemacht.“
Die Führungsmannschaft des Klinikverbundes, vertreten durch die kaufmännische Direktorin Barbara Werder, den ärztlichen Direktor Dr. Rainer Brenke, Pflegedirektorin Sr. Placida Fennenkötter und den stellvertretenden kaufmännischen Direktor Stephan Stork, hat die beiden Prüfer an allen drei Tagen begleitet. Und die haben sich in allen Abteilungen umgesehen: der Akut-Abteilung für Naturheilverfahren, der Akut- und der Reha-Abteilung für Lungenheilkunde und der Reha-Abteilung für Orthopädie an der Hufeland-Klinik sowie dem geriatrischen Reha-Bereich und der Akut-Inneren Abteilung des Marienkrankenhauses. „Unsere Präsenz hat gezeigt, wie wichtig wir die Zertifizierung nehmen. Auch das war den Prüfern wichtig“, hält Barbara Werder fest.
Das einmal erworbene Zertifikat muss in Zukunft jährlich bestätigt werden. „Die stete Qualitätskontrolle und -steigerung ist damit garantiert“, so die kaufmännische Direktorin. Potenzial sieht sie zum Beispiel noch darin, das noch besser zu kommunizieren und zu dokumentieren.
Audit zum dritten Mal erfolgreich bestanden – Lob für Patientensicherungssystem und Kommunikation
Das Marienkrankenhaus hat im dritten Jahr in Folge das Qualitätssiegel für die geriatrische Rehabilitation erhalten. „Damit greifen wir längst den Anforderungen vor, die in Zukunft von allen Rehabilitationseinrichtungen zu erfüllen sind", sagt die kaufmännische Direktorin Barbara Werder.
Die Prüfer haben sich bei dem eintägigen Audit erneut über alle Prozesse informiert, in die Arbeitsweise der Abteilungen Einblick genommen und im Gespräch mit den Mitarbeitern vor Ort erfahren, dass allen die vereinbarten Abläufe vertraut sind.
Besonders lobten die Auditoren in diesem Zusammenhang das kürzlich in Betrieb genommene Schutzsystem für demenziell veränderte Menschen: „Auch sie halten diese im gesamten Rhein-Lahn-Kreis einmalige Anlage für vorbildlich", freut sich die kaufmännische Direktorin. Dabei handelt es sich um ein System, das Alarm auslöst, wenn ein altersverwirrter bzw. desorientierter Patient das Krankenhaus unbeaufsichtigt verlässt. Den Risiko-Patienten wird dazu ein Armband angelegt, das sie nicht weiter stört und ihnen dabei größtmögliche Bewegungsfreiheit lässt.
Auch der lebendige Prozess im Sinne des Qualitätsmanagements, der sich bereits heute auf die nächste Zertifizierung hinbewegt, fand großes Lob bei den Prüfern. „Eine stets an neueste Erkenntnissen angepasste, nachhaltige Rehabilitation nutzt dem Gesundheitssystem und der Allgemeinheit", ist Barbara Werder überzeugt. Und das auch wirtschaftlich: Denn sie helfe, hohe Kosten für eine Heimunterbringung oder weitere Medikamente zu vermeiden. Oft führe eine erfolgreiche Rehabilitation dazu, dass anschließend eine niedrigere Pflegestufe erforderlich sei: „Und das Wichtigste bleibt natürlich, dass die Lebensqualität der Betroffenen steigt. Das hat aus Sicht aller Beteiligten - ob Patient, Angehöriger oder Pflegende - die höchste Priorität."
70 bis 80 Prozent der geriatrischen Reha-Patienten, die gerade einen Schlaganfall hatten, nach einem Herz- oder Hirninfarkt, einem Oberschenkelhalsbruch oder einer Lungenentzündung eingeliefert worden waren, könnten von dem Marienkrankenhaus wieder in ihr häusliches Umfeld zurückkehren. „Das ist ein stolzer Wert", unterstreicht Barbara Werder. Dies wolle die Klinik in Zukunft noch deutlicher herausstellen.
Die neue Internetseite und die neuen Informationsmaterialien seien bereits ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Auch die Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit und die Transparenz in der Kommunikation wurden deshalb von den Prüfern gelobt. „Insofern sind wir zuversichtlich, das Audit auch 2011 wieder zu bestehen", blickt die kaufmännische Direktorin schon wieder nach vorn.

Barbara Werder
Kaufm. Direktorin
Fon 02603 92-1802
Fax 02603 92-1800